Nordseegarnele

Nordseegarnele
Nordseegarnele

Die Nordseegarnele (Crangon crangon), auch Sand- oder Strandgarnele, Granat, Porre, Knat, Graue Krabbe, in der Mehrzahl Porren oder (Nordsee-)Krabben genannt, ist ein kleiner Zehnfußkrebs.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Systematik

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Nordseegarnele erstreckt sich vom Weißen Meer bis zur Atlantikküste Marokkos. Sie ist die am weitesten verbreitete Garnelenart der sandigen und schlickigen Küsten des Ostatlantiks und die einzige marine Garnele mit fischereiwirtschaftlicher Bedeutung für Deutschland.

 

Weitere kleine Vorkommen finden sich in Ostsee, Mittelmeer und Schwarzem Meer. Ihr Nordseebestand ist mit einer wirtschaftlich bedeutungslosen Anzahl Crangon allmanni untermischt.

 

 

 

Merkmale

Garnelen können ausgewachsen eine Länge von bis zu 9,5 Zentimetern erreichen (männliche Garnelen bleiben kleiner). Sie haben lange Fühler, und wie bei den meisten Zehnfußkrebsen ist das erste Gliedmaßenpaar scherenähnlich ausgebildet.

 

 

 

Äußerer Körperbau

Schematische Zeichnung einer Nordseegarnele
Schematische Zeichnung einer Nordseegarnele

Der schlanke Körper mit den Augen, die äußeren Glieder, Kiemen sowie der Kaumagen tragen eine Chitinhülle, die nach der Häutung erneuert wird. Am Vorderkörper oben befinden sich die Stielaugen, die zweiästigen 1. Antennen und die langen 2. Antennen (Geißeln) mit zwei schuppigen Anhängen. Darunter sind fünf Beinpaare, von denen nur die letzten drei Gehbeine sind. Die starken Klappscheren des 1. Beinpaars erbeuten die Nährtiere. Das 2. Beinpaar mit kleiner Schere ist spezialisiert auf Putzen der Körpers und des Eigeleges. Der gegliederte und muskulöse Hinterkörper hat fünf gefiederte Schwimmbeinpaare und einen Schwanzfächer. Am 1. Schwimmbeinpaar haben Weibchen einen hasenohrähnlichen Anhang. Männchen tragen am zweiten Schwimmbeinpaar einen klammerartigen Anhang (Appendix masculina).

 

 

 

 

 

 

Innere Organe

Nährtiere oder mit den Mundgliedmaßen abgeteilte Stücke davon gelangen über Mund und Schlund in den Kaumagen, danach in den verästelten Mitteldarmkomplex und schließlich in den Enddarm. Die Reste verlassen den After. Die grüne Antennendrüse mit nierenähnlicher Funktion hilft beim Anpassen an Salzgehaltunterschiede. Die Kiemen versorgen den Körper mit Sauerstoff über einen offenen Blutkreislauf, der durch das Herz angetrieben wird. Statocysten an der Basis der 1. Antennen signalisieren beim Auf- und Abschwimmen im freien Wasser die Lage. Ein Gangliensystem steuert alle Bewegungen und Sinnesfunktionen. Der Häutungsvorgang ist hormonell beeinflusst.

 

 

 

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung erfolgt überwiegend nachts im Alter von einem Jahr von April bis Juni und von Oktober/November bis März Krabbenfischer haben in ihrem Fang überwiegend weibliche Garnelen. Männliche Garnelen, die im selben Alter kleiner und schlanker sind, gelangen nur spärlich in die Sortierung „Speisekrabben“. Für die Fortpflanzung ist das günstig, weil zum Laichen bereite Garnelen nur kurz nach der Häutung begattet werden können. Kämpfe rivalisierender Männchen um ein Weibchen wurden bisher nicht beobachtet. Die Männchen finden das Weibchen vermutlich über Duftstoffe, drehen es auf den Rücken und setzen Samenbröckchen an die weiblichen Genitalporen. Das Weibchen wehrt danach weitere Begattungsversuche ab.


1 bis 2 Tage danach treten die befruchteten Eier aus. Das Weibchen befestigt diese an speziell herangewachsenen Borsten an der Unterseite des Hinterleibs. Im Laufe eines Jahres erzeugt eine Garnele 3 bis 6 Eigelege (insgesamt ca. 10 000 bis 20 000 Eier). Die Larven schlüpfen im Sommer nach einem Monat, im Winter nach drei Monaten. Nach etwa 25 Häutungen entwickeln sich daraus wieder geschlechtsreife Nordseegarnelen.

 

 


Verhalten

Die größeren Tiere halten sich bevorzugt im tieferen Wasser auf. Der Nachwuchs der Nordseegarnele nutzt das Wattenmeer nur in der warmen Jahreszeit, um sich vor Räubern zu schützen. Im Sommer ziehen manchmal neben jungen auch größere Garnelen weit ins Brackwasser der Flussmündungen. Mit der Flut kommen sie auf das Watt, mit der Ebbe sammeln sie sich in Prielen. Bei Frostwetter verlassen sie das dann stark auskühlende Flachwasser.

 

Sie vergraben sich meist flach im Sand, um Schutz vor Vögeln, Fischen und jungen Robben zu suchen. Pigmentzellen ermöglichen der Garnele, dass sich der Krebspanzer farblich perfekt an den Wattboden anpassen kann. Nordseegarnelen werden erst mit eintretender Dunkelheit zum Fressen aktiv. Die Garnele ernährt sich überwiegend von allerlei Kleingetier. Vögel, Fische, junge Seehunde und Fischer machen Jagd auf die Garnelen.

 

 

 

Anmerkung Gnadenhof Hamburg

Erklärungen wie die Nordseegarnele von Menschen gefangen, lebendig gekocht, geschält und dann gegessen werden, haben wir uns aus Liebe zu Tieren erspart. Zudem haben wir nur Videos gefunden, bei denen es ums Töten der Nordseegarnele geht und nicht um die Nordseegarnele, als lebendes und fühlendes Wesen. Auch haben wir keine vernünftigen Bücher über Nordseegarnelen gefunden.

 

 

 

Quellenangabe Nordseegarnele. Zum Vergrößern bitte Strg. drücken und gleichzeitig das mittlere Mausrad nach oben bzw. nach unten drehen

Quelle Text Nordseegarnele: Wikipedia Deutschland. Originaltext: siehe hier 

  

Quelle Foto Nordseegarnele: Wikipedia Deutschland. Originalfoto: siehe hierBeschreibung Deutsch: Keine Angabe. Beschreibung English: Brown Shrimp from the Belgian part of the North Sea. Studio photograph. Ort: Nordsee, Belgien. Datum: 16.02.2010. Kamera Model: Keine Angabe. Urheber: © Hans Hillewaert / CC-BY-SA-3.0Lizenzen: Large images | CC-BY-SA-3.0 | Self-published work | Photographs by Hans Hillewaert | Location not applicable. 

 

Quelle Foto Schematische Zeichnung einer Nordseegarnele: Wikipedia Deutschland. Originalfoto: siehe hierBeschreibung Deutsch: Schematische Zeichnung einer Nordseegarnele. Ort: Keine Angabe. Datum: Keine Angabe. Kamera Model: Keine Angabe. Urheber: Marc.hufnaglLizenzen: Images with inappropriate JPEG compression | PD-self.

 

 


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