Gemeine Heidelibelle

Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum), Männchen. Foto by: Jörg Hempel
Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum), Männchen. Foto by: Jörg Hempel

Die Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum) ist eine Libellenart aus der Familie der Segellibellen (Libellulidae). Diese sind eine Familie der Großlibellen (Anisoptera). Es handelt sich dabei um eine mittelgroße Libelle mit einer Flügelspannweite von 5 bis maximal 6,5 Zentimetern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Systematik

Merkmale

Der Kopf, der Brustabschnitt (Thorax) und der Hinterleib (Abdomen) der Tiere sind beim Männchen rot, beim Weibchen eher bräunlich-gelbrot mit schwarzer Zeichnung gefärbt. Eine sehr ähnliche Art ist die Große Heidelibelle, deren Thorax außerdem zwei hellere Seitenstreifen trägt. Des Weiteren trägt der Kopf eine schwarze Stirnzeichnung, die bei der Großen Heidelibelle an den Augen endet, während sie sich bei der Gemeinen Heidelibelle ein Stück weit an den Augen herunter zieht. Als drittes Unterscheidungsmerkmal besitzen die Männchen der Gemeinen Heidelibelle einen zum Ende hin deutlich verbreiterten Hinterleib. Die Beine sind schwarz und besitzen oberseits eine gelbe Färbung, die bei der ebenfalls ähnlichen Blutroten Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) nicht vorhanden ist.

 

Frisch geschlüpfte Heidelibellen, deren Cuticula noch nicht vollständig ausgehärtet ist, sind hellbraun, können aber bereits flugfähig sein. Eine Unterart der Gemeinen Heidelibelle ist aus Nordspanien als Sympetrum vulgatum ibericum beschrieben, deren Gesamtfärbung insgesamt sehr viel heller ist.

 

 

 

Video Gemeine Heidelibelle

 

 

 

Lebensweise

Die Gemeine Heidelibelle ist in den Monaten Juli bis November an stehenden Gewässern aller Art anzutreffen, darunter auch Kleingewässer und Gartenteiche.

 

Die Männchen sitzen häufig etwas abseits des Gewässers. Die Paarung findet meist sitzend (Foto: Weibchen der Gemeinen Heidelibelle;...) in Ufernähe statt. Die Tiere können dabei auch fliegen. Die Eiablage erfolgt immer im Flug, wobei das Männchen das Weibchen am Kopf festhält (Foto: Paarungsrad). Die hinten fliegenden Weibchen streifen ihre Eier dann durch wippende Bewegungen des Hinterleibs an der Wasseroberfläche ab.

 

 

 

Larvenentwicklung

Die Larven schlüpfen im Jahr nach der Eiablage. Sie bevorzugen den Bereich auf dem Gewässergrund oder zwischen Wasserpflanzen und sind häufig von sehr viel Substrat bedeckt. Ihre Entwicklung dauert ein Jahr, danach erscheinen die adulten Libellen.

 

 


Bildergalerie